Dienstag der 24.2. - unser 2.ter Tag in Kalkutta
Während ich diese Zeilen schreibe, mussten wir gleichzeitig unseren Checkout bzw. die Verlängerung für einen 1/2 Tag organiseren, da am Abend (Die., 24.2.26) der NachtZug von Kalkutta nach Siliguri abfährt. Da die Abfahrtzeit erst um 22.00 Uhr ist, wollen wir natürlich nicht bis zu dieser Zeit mit Sach&Pack bereits am Bhf. sitzen... da ist's hier im Floatel, in "Suite One-O-One" schon wesentlich angehnehmer.
Ich werde sobald die Formalitäten und der Roomshift erledigt sind, mich selbst auch noch einmal in den Schlund von Mutter Kalkutta wagen.... und mal schauen ob Ich es schaffen werde dazu den Post noch zu veröffentlichen.
Wir waren gestern am Montag zu den folgenden Orten unterwegs...und haben uns dort
angesehen...
1) die Hohraw Bridge - wie ich bereits schrieb, hat sie es mir angetan...Dank dem wundervollen Film "LION - der lange Weg zurück" Wer die Inspiration dazu sehen will, hier im Video sind die Szenen ab Min.: 21:00 zu sehen und erneut bei Min.: 23:00
(Min. 21:00)
Von unserer Unterkunft einige Gehminuten entfernt, über kaputte Gehwege, Bordsteine Müll, Obdachlose hinweg an der Strand Road entlang
Dort solle das "Armenian Ghat" sein, ein üblicher Treffpunkt der Gläubigen Hindus für ihre Waschungen und Prozessionen...an Treppen/Stufen gelegen bzw, sind diese dort errichtet um ein einsteigen in den Fluss leichter zu ermöglichen...
Das Ghat liegt aber zeitgleich an einem Pier, also ist der Übergang fliessend...sozusagen...
Also weiter in dieser Gegend zw. Bahngleisen...Schmutz, Dreck, zwielichtigen Gestalten und herumstreunenden Hunden.

Wir kamen dann anscheinend zu einem Blumenmarkt, der hier unterhalb der Brücke seinen Platz hatte, an dem es aber dermaßen chaotisch zu ging, das Sylvie des laufens eh schon müde, innerlich aufgab und mir das dann auch sagte...von wegen "Schatz so romantisch hätte ich mir Kalkutta gar nicht vorgestellt, dass Du mir das zeigst...Toll!"
Sylvie lief dann weiter wir wollten die Brücke nun "unterqueren" und auf der andren Seite dann wieder nach oben auf die Brücke laufen
Von hier unten hatte man dann schonmal einen guten Blick auf die Stahkonstruktion (Verzerrungen im Bild inklusive) dieser eindrucksvollen "Bridge" die direkt zum andren Ufer und dem dort gelegenenen gleichnamigen Hauptbahnhof von Kalkutta führt.Unten im Tunnel unter der Brücke dann nochmal "Hardcore":
Geruch - Lautstärke, Gedränge, Gehupe, Stau...Abgase, Blumen...
(Sylvi musste sich stark zusammenreissen um nicht vor Freude zu weinen an zu fangen...)
Nun aber endlich raus, durch auf die andre Seite und die Treppen hoch...


und so wie dieser beladene Rad-"Kurier" /Transporteur, verließen auch wir die Brücke, schnappten uns ein Taxi und auf zum nächsten Punkt:2) Das "Mutter Theresa - Haus" und der dazugehörige Orden der "Schwestern der Barmherzigkeit"
still gelegen in einer kleinen Seitegasse (Adresse: A.J.C. Bosse Rd./Muzzafar Ahmed St.)
verfügt der Konvent über ein 4-stöckiges Haus in dem die Schwestern leben und dem Auftrag von Mutter Theresa folgen...
das Innere durfte nicht fotografiert werden, hätte auch nichts hergegeben außer die eine oder andre Nonne. Lediglich das Grab der heiligen Schwetser durfte man fotografieren und den kleinen Innenhof hinter der Mauer.

3) College St. & Coffee House
Die Collegestreet ist an der Universität von Kakutta gelegen
und ist berühmt für ihre hundertausende Bücher an unzähligen Ständen, an Tischen,
ja sogar auf dem Boden.
und kaufte ein zwei Bücher für sich...bei einem der vielen Händler dort.
Ich interessierte mich derweil für eine Ausgabe von dem berühmten "TinTin" (Tim&Struppi in Dt.) - hier war nur die Ausgabe von "Tim in Tibet" verfügbar...eine spezielle Indienausgabe gibt es wohl auch gar nicht....
das berühmte "Coffee House".
Die Treppe hoch und im 1. und 2. Stock kann man sich dann vom Trubel der Stadt recht angenehm entspannen und erholen.
Die Ventilatoren surren und sorgen für einen leichten Wind... Lärm der Gespräche, Handytelefonate und das Klirren und Klappern der servierten Getränke gehört jedoch dazu... genauso wie das unablässliche Reden, plappern, rufen der Kellner...sinngemäß wohl soviel wie...
Der Laden hier ist eine Institution unter den Intellektuellen, klar Uni und Bücher!!
Nun aber, wie so vieles... eher ein Highlight für Touris Instagrammer und andere 'Fluenza' .
Wir nahmen einen kleinen Snack, tranken den Coffee (mit Ice) und verabschiedeten uns wieder.
Es ging nun zurück zum Hotel, ausgeruht und am Abend dann zum Essen in die Gegend um die Park Street, der Kudamm von Kalkuttas City.

(Erläuterung Karte:
blauer Pfeil = Mutter Theresa Haus
roter Pfeil = Park ST.)
Der Taxifahrer der uns hierher brachte empfahl uns auf meine Nachfrage ein spezielles Restaurant "ARSALAN" ein muslimisch - indisches Restaurant, wir aßen sehr sehr lecker und platzten fast...
Danach noch ein kleiner Spaziergang bis die Müdigkeit kam und das dauerte nach dem Eseen nicht lange und wieder zurück auf unser schwankendes "Hausboot"
Die Nachtruhe tat uns dann gut, bis dann am frühen Morgen ein jähes Ende uns weckte ... Es kam Gewitter auf und mit einem Windstoß wurden die Tassen und Gläser unseres Tisches auf der Terasse umgeworfen und unsere zum trocknen aufgehängte Kleidung wurde im wahrsten Sinne "Vom Winde verweht"...wir beide also mit nassen Füßen raus und retteten was zu retten war..., Kleidung & Handtücher währen fast im Hoohgly River gelandet....
Apropos: der "Hugli" ist einer von wenigen Flüssen weltweit, die in beide Richtung Strömung haben, soll heißen- bei Ebbe fließt der Fluss ganz normal Flussabwärts vom Landesinneren vom Ganges kommend zum Meer, dem Golf von Bengalen. Aber wenn dann Flut ist, drückt das Meerwasser tatsächlich das Waser des "Hugli" wieder zurück und hinauf. Ein witziges und erstmal verstörendes Erlebnis...von wegen "Irgendwas ist hier falsch, warum fliesst der Fluss jetzt nach rechts statt nach links...."?!
So war es auch heut Nacht, es war nämlich Flut und der Hugli floss zurück und ist dabei deutlich 1 M höher als bei Ebbe, was "wir hier" kurz über der Wasserkante gut miterleben können.Der aufkommende Sturm peitschte direkt die Wellen hoch so das wir uns tatsächlich wie auf einem See mit Wellengang fühlten...
und hier ein "fast Unfall" auf der Wasserstraße...
Soweit für heute ....., mehr im nächsten Post zum Thema/aus:
"Am Ende des Ganges" [Teil III]
Abreise aus Kalkutta - oder: der Darjeeling Mail Express
Bis dahin *Gute Nacht* Deutschland - Namasté' - Christian & Sylvie



















































Sieht irgendwie nach Dauersmog aus da unten. Bestimmt habt ihr alle Düfte der Welt in der 👃. Gruß Dirk
AntwortenLöschenHi Dirki, ja genau..."dufte" hier, Smog ohne Ende, diesig und schwül...aber so ist Indien nunmal... Grüße
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